Jahreskonzert 2015

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Zahlreiche Höhepunkte und Überraschungen beim Jahreskonzert der Stadtkapelle Oberriexingen

Fulminante Filmmusik präsentierte der Musikverein Stadtkapelle Oberriexingen bei seinem Jahreskonzert 2015 am Samstagabend in der vollbesetzten Festhalle. Sowohl die beiden Nachwuchsformationen als auch das Große Orchester fesselten dabei das Publikum mit modernen Hits und klassischen Werken ebenso wie mit einigen unterhaltsamen Überraschungen.

Nach der Begrüßung durch die neue Vorsitzende des Musikvereins, Ulrike Frauendorf, landeten „Die wilden Noten“ unter der Leitung von Isabelle Schüle mit „Eye of the Tiger“ aus dem Boxerdrama Rocky gleich mit dem Eröffnungsstück einen musikalischen Volltreffer. Ebenso eindrucksvoll ging es mit „Everything is awesome“ aus dem LEGO-Movie des vergangenen Jahres weiter. Die Begeisterung war den jüngsten Aktiven des Abends, die teilweise erst seit wenigen Wochen zusammen spielen und für ihren über 90prozentigen Probenbesuch öffentlich gelobt wurden, nicht nur anzusehen sondern auch zu hören, weshalb sie nicht ohne Zugabe von der Bühne gelassen wurden. Dann bewies die Jugendkapelle, welch imposante Steigerung sie unter ihrer Dirigentin Pia Sophie Stahl in den letzten Monaten erzielt hat. Zunächst erklang die ergreifende Peer Gynt Suite von Edvard Grieg, der einmal selbst über seine Komposition gesagt hatte, sie sei „ein schrecklich hartnäckiges Stück“. – Umso größer der Respekt vor der Leistung der Teenager, der sich in entsprechendem Applaus ausdrückte. Ganz beschwingt, aber nicht weniger anspruchsvoll zeigten sich die Solopartien für Trompete, Klarinette, Posaune und Tuba bei der nachfolgenden „Dixieland Parade“, die zum Mitswingen animierte. Mit Volldampf ertönte „The great Locomotive Chase“ aus dem gleichnamigen Film über einen Zugüberfall während des amerikanischen Bürgerkriegs. Auch hier demonstrierten die Jugendlichen eindrücklich ihr Können, bevor sie mit dem bekannten Beverly Hills Cop-Soundtrack „Axel F“ einen weiteren Höhepunkt präsentierten. Mit „Happy“ verabschiedeten sie sich schließlich unter großem Beifall.

Doch nicht nur das Publikum war von dieser Bestleistung begeistert, auch der Vorsitzende des Blasmusik-Kreisverbands, Manfred Hörner, äußerte sich „tief beeindruckt“, bevor er gemeinsam mit Ulrike Frauendorf und deren Stellvertreterin Susanne Schray die Ehrung verdienter Mitglieder vornahm. Für 10 Jahre Musizieren wurde die Ehrennadel in Bronze an Manuel Hüeber, Julian Stiess, Ann-Kathrin Schmückle, Lea Schray und Kai Volkert überreicht. Bereits doppelt so lange sind Maximilian Fechter und Isabelle Schüle aktiv im Verein tätig – sie wurden mit Silber gewürdigt. Für Vizedirigentin Carmen Stecher gab es für ihr 40-jähriges Orchesterengagement die Ehrennadel in Gold mit Diamant. Bei den Passiven wurden Christoph Schüle und Vera Lehner für 10 Jahre, Cornelia Schüle, Rolf Hölle, Gisa Barner-Heiduck und Armin Götz für 20 Jahre sowie Silke Deuschel, Brigitte Hornig, Hubert Arnold, Kurt Benz und Bernd Langhans für 30 Jahre Vereinstreue ausgezeichnet. Für ihre 40jährige Unterstützung wurde Manfred Bauer und Kurt Riedle gedankt, während Dieter Langhans für ein halbes Jahrhundert und Alois Mathe, Erich und Ernst Schüle, Walter und Fritz Schray für sechs Jahrzehnte Mitgliedschaft gewürdigt wurden. Als Sonderehrung erhielt zudem Markus Veit die Fördermedaille in Bronze für seine „vorbildliche Tätigkeit zur Förderung der Musik“.

 

„Highlights aus Exodus“ – mit dieser Monumentalmusik von 1960 wurden nicht nur die Juden aus Palästina, sondern zum Takt von Pia Sophie Stahl und dem Großen Orchester auch die Konzertgäste in die zweite Programmhälfte geführt. „Die Leidenschaft der russischen Seele“, wie Moderatorin Stefanie Hüeber treffend angekündigt hatte, erlebte das Publikum dagegen mit dem berühmten „Dr. Zhivago“. Dann wurde es zu einem Gewinnspiel eingeladen, galt es doch, beim „TV-Kultabend-Quiz“ aus einem Melodienmix der bekanntesten Sendungen – von A wie „Aktuelles Sportstudio“ über Herzblatt, Lindenstraße oder Schwarzwaldklinik bis zu W wie „Wetten dass“ – neun Titel wiederzuerkennen. Mit fantastischer Orchesterleistung beim düsteren „Game of Thrones“ aus der aktuellen Fantasy-Serie ging es weiter, bevor die Musiker mit dem Westernklassiker „A Moment for Morricone“ dem Publikum erneut unvergessliche Augenblicke bescherten. Der nächste Höhepunkt, der mit einem bezaubernden szenischen Spiel unter der Regie von Andrea Banse einherging, folgte mit „Mary Poppins“. Das anspruchsvolle Werk aus der gleichnamigen Disney-Produktion verlangte den Aktiven nochmal alles ab, bevor sie – verstärkt von der Jugendkapelle – mit „A Disney’s Spectacular“ weitere spektakuläre Musical-Momente des legendären Filmproduzenten zum Besten gaben. Mit dem traditionellen Weihnachtsliedersingen fand das Jahreskonzert 2015 schließlich unterm leuchtenden Tannenbaum seinen festlichen Ausklang.

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Autorin: Vera Gergen

Mit freundlicher Genehmigung der VKZ